Wie bei der CES 2016 in Las Vegas zu beobachten war, werden wir von alternativen Bezahltechnologien überschwemmt, die alle auf Internettechnologien und inzwischen meist auf Smartphone-Apps beruhen. Dabei gibt es Alternativen, die sowohl bequem, als auch sicher und darüber hinaus anonym sind.
Digitale Souveränität
Unsere digitale Souveränität ist in Gefahr durch mögliche Monopole von großen Internetfirmen wie Google und Apple. (Johannes Kuhn: Letzte Ausfahrt Zukunft; in: SZ #11, 2016-01-15; http://www.sueddeutsche.de/digital/mozilla-letzte-ausfahrt-zukunft-1.2818241, ausgelesen am 2016-01-16, 11:01 UTC)
Unser digitales Alter Ego ist überall im Internet – also sollten wir uns darum kümmern. Das Konzept der digitalen Souveränität soll uns dabei helfen. Jeder von uns hat ein digitales Alter Ego. Aber wer von uns weiß, wo dieses Alter Ego gespeichert ist? Noch viel interessanter: welche Eigenschaften hat unser Alter Ego? Oder wer benutzt Eigenschaften unseres Alter Ego? Und welche? Oder in welchem Zusammenhang? Digitale Souveränität, also die Kontrolle über unser Alter Ego in der digitalen Welt, könnte uns helfen, diese Fragen zu beantworten.
Es ist so leicht – alles ist im Internet umsonst! Einfach eine kostenlose App auswählen, herunterladen, installieren und schon gehts los. Man kann für fast alles Apps finden. Und auch für die einfachsten Inhalte geben Sie alles ab, was auf Ihrem Telefon über Sie gespeichert ist. Das Bild zeigt ein kleines Beispiel dafür, was Sie alles an Informationen freigeben, wenn Sie einen kostenlosen Virenscanner für Ihr Smartphone installieren (ich habe mindestens 5 ausprobiert, und nur 1(!) von den 5 Apps hatte eine reduzierte Menge von Anforderungen).
Wenn man es bedenkt – aus einem Tool für Technikfreaks hat sich eine weltweit verfügbare Infrastruktur mit mehreren Milliarden Teilnehmern entwickelt – das Internet oder Web. Es ist für seine Nutzer zum unabdingbaren Werkzeug beruflich und/oder privat geworden. Für jedes Gut in der realen Welt gibt es ein gesetzliches Rahmenwerk, das uns (mehr oder weniger) Sicherheit und Vertrauen bei seinem Gebraucht gibt. Aber wie ist das in der digitalen Welt? Für mich sieht das hauptsächlich wie Wilder Westen aus. In vielen Fällen hängen wir vom guten Willen internationaler Konzerne ab, die uns mit 20-seitigen Nutzungsbedingungen konfrontieren bevor wir unser Smartphone […]
in4com steht für „Industrial Integration In Information and Communications“ – der Begriff geht zurück auf die Jahrhundertwende, als 3G auf breiter Basis eingeführt wurde, erste Versuche mit UMTS liefen und grenzenlose Erwartungen an Kommunikationstechnologien und ihre Integration mit Informationstechnik ihren Ausgang nahmen. Wie wir jetzt wissen, war das nur der Anfang von vielen Entwicklungen – die damaligen Erwartungen wurden schon um ein Vielfaches übertroffen. Der Bedarf an eine industrielle, strukturierte Herangehensweise an den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien war nie größer als heute – eine Aussage, die auch in 10 Jahren vermutlich noch wahr sein wird.